Forderungsmanagement & alternative Finanzierung

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Factoringlexikon - Glossar

Begriff suchen:

à forfait
Definition: franz. in Bausch und Bogen).

Beim Ankauf von Forderungen die Aufgabe von Rechten, insbes. der Ausschluss des Rückgriffs auf vorherige Eigentümer. 

Abbuchungsverfahren
Definition:

siehe: Lastschriftverfahren

ABL
Abkürzung für: Asset-Based Lending

Im US-amerikanischen Sprachraum wird hierunter jedwede Finanzierung verstanden, die Unternehmensaktiva zur Grundlage einer Finanzierung macht. In Europa ist der Begriff noch wenig gebräuchlich.

Insbesondere in Deutschland wird der Begriff des Asset-Based Lending fast nicht genutzt, weil aus lend = (ver)leihen irrtümlicherweise auf einen Leihvertrag zwischen Factor und Factorkunde geschlossen werden könnte. Danach hätte der Factor als Verleiher Geldmittel unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, d. h. der einseitigen Verpflichtung des Factors würde keine Leistung des Factorkunden gegenüber stehen.

Wird Asset-Based Lending im Sinne einer Verpfändung von Forderungen angewendet, entfällt der bilanzverkürzende Effekt. Für eine Skizzierung des ABL-Verfahrens wird daher auf das ABF-Verfahren verwiesen.

Ablehnung
Definition: Begriff aus der Kreditversicherung - Versicherungsschutz wird abgelehnt

Unter Ablehnung ist die Ablehnung des Versicherungsschutzes für Forderungen gegen einen Kunden zu verstehen.

Ablehnungen spricht ein Kreditversicherer nur aus, wenn er nach sorgfältigen Recherchen die Bonität oder Zuverlässigkeit eines Kunden des Versicherungsnehmers für nicht ausreichend hält.

Abnehmer
Definition: wird auch als auch Käufer, Abnehmer der Ware, Debitor, Zahler oder Drittschuldner bezeichnet.

Er ist verpflichtet die Forderung aus der Lieferung oder sonstigen Leistung zu bezahlen.

ABS
Abkürzung für: Asset-Backed-Securities - Asset Backed Securitisation

Diese Finanzierungsvariante entstammt den USA. Bei einer Asset Backed Transaktion handelt es sich um den Verkauf einer Vielzahl möglichst gleichartiger Forderungen (Forderungspool) zum Zwecke der Liquiditätsbeschaffung. Käufer ist eine Zweckgesellschaft mit Sitz im Ausland. Die Zweckgesellschaft refinanziert den von ihr für die Forderungen zu zahlenden Kaufpreis über die Ausgabe von Wertpapieren (Asset Backed Securities) oder die Aufnahme von Krediten am Euromarkt. Die Einziehung der verkauften Forderungen erfolgt weiterhin durch den Forderungsverkäufer. Die Abtretung erfolgt "still", d. h. der Debitor erlangt keine Kenntnis vom Verkauf. Obwohl der Forderungsverkäufer nicht mehr Eigentümer der Forderung ist, verbleibt mittels Vereinbarung bei ihm das gewöhnliche Ausfallrisiko. Die Fortführung einer Kreditversicherung ist daher sinnvoll. )

Die Finanzierungsform der Asset-Backed-Securities (Asset Backed Securitisation) erfordert einen Vorbereitungszeitraum von 6 bis 9 Monaten. Zielgruppe: Unternehmen ab 250 Mio. Euro Umsatz.

Asset-Based Finance oder Asset-Based Financing (ABF-Verfahren)
Im US-amerikanischen Sprachraum wird hierunter jedwede Finanzierung verstanden, die Unternehmensaktiva zur Grundlage einer Finanzierung macht. In Europa ist der Begriff durch das Angebot einzelner Factoringgesellschaften in Zusammenhang mit bestimmten Formen der Forderungsfinanzierung geprägt worden. Das ABF-Verfahren lässt sich folgendermaßen skizzieren:

  • Ankauf von Forderungen gegen einzelne Abnehmer
  • Die ausgewählten Abnehmer zählen hinsichtlich der Forderungshöhe zu den A-Kunden
    Forderungsverwaltung verbleibt beim Factorkunden (Inhouse)
  • Die Abnehmer des Factorkunden werden nicht über den Forderungsverkauf informiert (stilles Verfahren)
  • Abnehmer zahlen weiterhin an die bisherige Bankverbindung
  • Der Factorkunde reicht zum Ankauf der Forderungen durch den Factor nur die Forderungssalden der in das Factoringverfahren einbezogenen Debitoren ein
  • Die Vorauszahlungsquote liegt in der Regel bei 100%
  • Die Übernahme des Delkredererisikos durch den Factor steht nicht im Vordergrund, kann aber miteingeschlossen werden. 
Absatzfinanzierung
Definition: Finanzierungslösung

Finanzierungslösung, die den Absatz von Investitionsgütern steigern oder erst ermöglichen soll. Die Anfänge der Absatzfinanzierung gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Möbelhersteller bereits Teilzahlungen ihrer Produkte anboten. Aus heutiger Sicht liegt die größte Bedeutung im PKW-Absatz und bei Konsumgütern (Elektroartikel).

Die Beteiligten einer Absatzfinanzierung sind der Hersteller eines Investitionsgutes, der Abnehmer und ein Finanzierungspartner.

Abschlagszahlungen
Definition: Hierbei handelt es sich in der Kreditversicherung um monatliche (auch quartalsweise / halbjährliche Zahlungen) des Versicherungsnehmers, die auf die effektiv zu zahlende Prämie angerechnet werden.

Diese Zahlungen dienen der Verwaltungsvereinfachung. Die effektive Prämienabrechung erfolgt halbjährlich bzw. jährlich.

Absicherungslimit
Definition: Maximaler Forderungsbetrag, für den der Kreditversicherer oder der Factor das Ausfallrisiko für einen Abnehmer übernimmt.

Beim Factoring spricht man auch vom Ankauflimit.

Abweisung mangels Masse
Definition: Begriff aus dem Insolvenzrecht

Das Insolvenzgericht weist den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab, wenn das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Wenn ein ausreichender Geldbetrag vorgeschossen wird, unterbleibt die Abweisung.

Das Gericht hat die Schuldner, bei denen der Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen worden ist, in ein Verzeichnis einzutragen Schuldnerverzeichnis. Die Vorschriften über das Schuldnerverzeichnis nach der Zivilprozessordnung gelten entsprechend; jedoch beträgt die Löschungsfrist fünf Jahre.

Wer nach Absatz 1 Satz 2 einen Vorschuss geleistet hat, kann die Erstattung des vorgeschossenen Betrages von jeder Person verlangen, die entgegen den Vorschriften des Gesellschaftsrechts den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens pflichtwidrig und schuldhaft nicht gestellt hat. Ist streitig, ob die Person pflichtwidrig und schuldhaft gehandelt hat, so trifft sie die Beweislast. Der Anspruch verjährt nach Ablauf von fünf Jahren.  

AGB
Abkürzung für: Allgemeine Geschäftsbedingungen

Abkürzung für: Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB-Gesetz
Abkürzung für: Regelung Allgemeinen Geschäftsbedingungen

Abkürzung für Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)

Aging-Listen
Definition: Altersaufbau der kurzfristigen Lieferantenkredite

Dies ist eine Liste über den Altersaufbau der kurzfristigen Lieferantenkredite. Hierbei sind wichtige Daten zusammengefasst, die Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die Bonität. von Kunden geben. Die Gliederung der Forderungen erfolgt nach deren Alter ab Rechnungsdatum (z. B. innerhalb der Zeiträume 1-30 Tage, 30-60 Tage etc.) oder nach Alter ab Fälligkeitsdatum. Zweckmäßig hat sich in der Praxis die Zusammenstellung bzw. Aufbereitung u.a. folgender Daten und Informationen erwiesen:

 

Festgelegtes Kreditlimit für einen Kunden

 

Bisher beanspruchte Kreditlinie

 

Aktuelle Abweichung von den festgesetzten Zahlungszielen

 

Zahlungsverhalten

 

Fälligkeit einzelner Forderungen

Aging-Listen lassen sich nach den verschiedensten Kriterien entwickeln, wie z. B. nach Geschäftsbereichen, Kunden, Ländern oder Währungen.  

AKA
Akronym für: Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Exportfinanzierung

Die 1952 gegründete Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH (AKA) konzentriert sich auf die Exportfinanzierung. Hierfür stehen ihr mehrere Kredit-Plafonds zur Verfügung:

Mit Mitteln des Plafonds A werden Lieferantenkredite von mindestens zwölf Monaten Laufzeit zweckgebunden an deutsche Exporteure zur Finanzierung ihrer Aufwendungen während der Produktionszeit bzw. zur Refinanzierung eines dem Besteller eingeräumten Zahlungszieles gewährt. Beschafft werden die finanziellen Mittel von den AKA-Konsortialbanken (Konsortium).

Aus den Plafonds C, D und E können Kredite aus Mitteln aller, einiger oder nur einer der AKA-Konsortialbanken an ausländische Besteller mit einer breiten Konditionenpalette eingeräumt werden. Die Plafonds unterscheiden sich durch die Refinanzierung der Kredite sowie deren Zinsstruktur und Währung. Die Auszahlung erfolgt direkt an den Exporteur. AKA-Finanzierungen werden grundsätzlich durch die staatliche Exportkreditversicherung Euler Hermes abgesichert.

Akkreditiv
Definition: Vom grundgeschäft losgelöstes Schuldversprechen

Beim Akkreditiv (letter of credit, L/C) handelt es sich um ein vom Grundgeschäft losgelöstes, abstraktes Schuldversprechen. Es ist die schriftliche Zusicherung eines Kreditinstitutes, im Auftrag des Käufers dem Verkäufer als Begünstigtem einen bestimmten Betrag in der vereinbarten Währung zu bezahlen, falls der Begünstigte akkreditivkonforme Dokumente innerhalb der vorgeschriebenen Fristen einreicht.

Ablauf in der Praxis: Wenn Zahlung mittels Akkreditiv im Kaufvertrag vereinbart wurde, muss der Importeur das Akkreditiv bei seinem Kreditinstitut eröffnen. Er zahlt den Akkreditivbetrag ein und teilt dem Institut mit, welche Dokumente der Exporteur einzureichen hat, bevor es den Betrag freigeben kann.

Das eröffnende Kreditinstitut schaltet üblicherweise ein Kreditinstitut im Land des Exporteurs ein und teilt die Akkreditivbedingungen mit. Diese Mitteilung beinhaltet die Garantie des Kreditinstitutes, bei Erfüllung der Bedingungen den Akkreditivbetrag auszuzahlen. Das Akkreditiv wird durch die avisierende Bank dem Exporteur avisiert. Dieser kann von dem avisierenden Kreditinstitut eine Bestätigung des Akkreditivs erbitten. Die Erteilung bedeutet eine Zahlungsgarantie der Bank an den Exporteur. Voraussetzung hierbei ist die Einhaltung der Akkreditivbedingungen.

Der Exporteur sollte u.a. folgendes klären, damit die Zahlungsgarantie der Bank bestehen bleibt:

(nach Erhalt der Avisierung) Stimmen die Akkreditivbedingungen mit dem Kaufvertrag überein?

  • Können alle geforderten Dokumente in der verlangten Form beigebracht werden?

  • Stimmt die verwendete Lieferklausel mit dem Vertrag überein?

  • Passt der verlangte Frachtbrief zum vereinbarten Transportmittel?

  • Wird ein Versicherungszertifikat verlangt trotz Vereinbarung, dass die Transportversicherung vom Empfänger übernommen wird?

AKV
Abkürzung für: Ausfuhrkreditversicherung

Abkürzung für: Ausfuhrkreditversicherung. Forderungsausfallversicherung für Debitoren, die im Ausland ihren Sitz haben.

AKV-Invest
Definition: Ausfuhrkreditversicherung für Investitionsgüter

Abkürzung für Ausfuhrkreditversicherung von Investitionsgütern. Laufzeit bis zu 6 Jahren. Mindesttröße ca. 500.000 Euro.

All-In Gebühr
Definition: Gesamtkosten in einem Factoringverfahren

Bezeichnet im Factoring eine Zusammenfassung einzelner Kostenbestandteile in Form eines prozentualen Gebührensatzes auf den Umsatz. In der Regel werden Factoringgebühr und Zinssatz zusammengefasst als Gebührensatz ausgewiesen. Auch weitere Kostenbestandteile des Factorings wie zB. Kreditlimitgebühren, Vertragsstart-Gebühren, Aussenprüfungsgebühren können mit einer All-in Gebühr abgedeckt sein. Factoringverträge mit einer All-in Gebühr sind eher die Ausnahme als die Regel.

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Definition: Vorformulierte Geschäftsbedingungen | AGB

Hiermit werden vorformulierte Vertragsbedingungen bezeichnet. Die Zulässigkeit der AGB resultiert aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit. Im Einzelfall sind die AGB nur dann maßgeblich, wenn sie ausdrücklich Bestandteil des Vertrages geworden sind. Eine Mitteilung durch Aufdruck auf einer Rechnung oder eine allgemeine Mitteilung im Bestätigungsschreiben, wenn in mündlichen Verhandlungen nicht auf die AGB hingewiesen wurde, reichen für die rechtliche Wirksamkeit nicht aus. Bei längerer Geschäftsverbindung kann die Bezugnahme auf die AGB bei Auftragsbestätigung ausreichend sein, wenn der Geschäftspartner nicht widerspricht. Aus Beweisgründen sollte die Geltung der AGB immer schriftlich vereinbart werden.

Allgemeine Versicherungsbedingungen | AVB
Definition: Vorformulierte Geschäftsbedingugen

Hierunter versteht man die bei Versicherungsverträgen formulierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die der Kontrolle nach dem AGB-Gesetz unterliegen. Ihr Mindestinhalt ist gesetzlich festgelegt. In der Kreditversicherung enthalten die AVB im wesentlichen Ausführungen über die eingeschlossenen Risiken, Risikoausschlüsse und Obliegenheiten.

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