Forderungsmanagement & alternative Finanzierung

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Factoringlexikon - Glossar

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Captive (Captive Insurance Company)
Definition: Spezialisierten Finanzierungsfonds

Hiermit bezeichnet man einen spezialisierten Finanzierungsfonds in einem Unternehmen. Es werden hierbei Risiken auf eine unternehmens- bzw. konzerneigene Versicherungsgesellschaft, die sogenannte Captive Insurance Company, übertragen. Meist wird vor der Errichtung einer Captive eine Feasibility Studie durchgeführt. Gegenstand dieser externen Selbstversicherung sind überwiegend Risiken aus den Bereichen der Sach- und/oder Haftpflichtversicherung.

Carnet
Definition: Internationales Zollpassierscheinheft

Das Carnet A.T.A. ist ein internationales Zollpassierscheinheft zur Erleichterung der vorübergehenden abgabenfreien Einfuhr von Waren (Berufsausrüstung, Messe- und Ausstellungsgut, Warenmuster) in den dem A.T.A.-Abkommen beigetretenen Ländern. 

Carnet
Definition: Zollpassierschein

Carnet ist französisch und bedeutet "Heft", A.T.A. steht für "vorübergehende Verwendung".

Ein Carnet A.T.A. ist also frei übersetzt ein Zollpassierscheinheft für die vorübergehende Einfuhr von Waren.

Cash Management
Definition: Betriebliche Finanzplanung

Unter diesem Begriff versteht man die betriebliche Finanzplanung mit dem Ziel, jederzeit die ? S_LexForderMan/Bst_L/Erls/Erls_LiquiditätLiquidität aufrecht zu erhalten und gleichzeitig freie Mittel ertragbringend anzulegen, um die Rentabilität zu erhöhen. Zur Bewältigung der Optimierung bieten die meisten Kreditinstitute Cash-Management-Systeme zur Information an. Hierfür werden alle erforderlichen Informationen über die Zahlungsströme sämtlicher Konten einbezogen und zeitnah zusammengestellt. Cash-Management soll die Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge effizienter machen und eine Optimierung kurzfristiger Geldanlagen und -aufnahme erleichtern.

Cash Pooling
Definition: Unternehmensinterner Liquiditätsausgleich

Dies ist ein unternehmensinterner Liquiditätsausgleich durch ein zentrales Finanzmanagement, das den Unternehmensteilen im Konzern oder einer Holding Kredite zur Deckung von Liquiditätslücken offeriert. Der Pool wird gespeist durch Liquiditätsüberschüsse aller Unternehmensteile. Wenn allerdings der unternehmensinterne Liquiditätsausgleich zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit nicht ausreicht, erfolgt ein Zugriff auf externe Geld- und Kapitalmärkte. Die wesentlichen Pluspunkte für das Cash Pooling liegen in einer geringeren zentralen Kassenhaltung und besseren internen Kreditbedingungen.

Cash-Flow
Definition: Finanzüberschuss eines Unternehmens

Hierunter versteht man den Finanzüberschuss eines Unternehmens, bzw. den Nettozugang an flüssigen Mitteln in der Regel während eines Geschäftsjahres. Der Cash-Flow umfasst den ausgewiesenen Reingewinn, die Zuweisungen an Reserven, Abschreibungen auf Sachwerte und Beteiligungen sowie anfällige weitere Rückstellungen.

CELEX
Definition: Datenbank

Die kostenpflichtige Datenbank Celex gibt umfassend und zuverlässig Auskunft zum EU-Recht, zu Gründungsverträgen und zu zwingenden und nichtzwingenden Rechtsvorschriften, die mehrsprachig und im vollen Wortlaut angeboten werden. Außerdem enthält CELEX die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes.

cessio (legis)
Definition: Abtretung

Dies ist der lateinische Ausdruck für ?Abtretung?, d.h. die Übertragung von Forderungen. Hierzu ist i.d.R. ein Vertrag zwischen dem Inhaber und dem Erwerber nötig. Die cessio legis ist ein automatischer Forderungsübergang:

Unter der Voraussetzung bestimmter Umstände geht die Forderung über, ohne dass ein Vertrag nötig ist. Z.B. erhält der Bürge, der für den eigentlichen Schuldner einspringen muss, automatisch die Forderung gegen diesen (§ 774 BGB). Folglich kann er das Geld verlangen, wenn sich die wirtschaftliche Lage des Schuldners gebessert hat.

CFR (cost and freight)
Definition: Incoterms-Klausel

Bei dieser Incoterms-Klausel trägt der Exporteur alle Transportkosten bis zum Bestimmungshafen. Der Gefahrübergang auf den Importeur erfolgt bereits im Verladehafen, bei Überschreitung der Reling. Die Transportversicherung schließt der Importeur ab. Die Klausel findet Verwendung im See- und Binnenschiffstransport.

Chapter 11
Definition: Paragraph aus US-Insolvenzrecht

Dies ist ein oft zitierter Paragraph im US-amerikanischen Insolvenzrecht. Er behandelt Sanierungsmöglichkeiten eines zahlungsunfähigen Unternehmens.

Wichtige Stichworte:

  • Anmeldung des Insolvenzverfahrens durch Schuldner oder Gläubiger
  • Bildung einer geschützten Insolvenzmasse
  • Fortführung der Geschäfte durch bisheriges Management
  • Bestellung eines Prüfers durch Gericht
  • Einrichtung eines Gläubigerausschusses durch die 7 größten Gläubiger
  • Innerhalb von 120 Tagen Vorlage eines Sanierungsplanes durch Gläubiger
  • Bestätigung des Plans durch das Gericht
  • Auflösung der gesperrten Insolvenzmasse
CIF (cost, insurance, freight)
Definition: Vertragsklausel

Dies ist eine Vertragsklausel im Außenhandel Incoterms, die beinhaltet, dass alle Kosten der Verschiffung, Versicherung und Fracht bis zum Bestimmungshafen im Warenpreis inbegriffen sind. Sie ist nur für den reinen See- oder Binnenschifffahrtstransport geeignet.

CIP (carriage and insurance paid)
Definition: Incoterms-Klausel

Bei dieser Incoterms-Klausel trägt der Exporteur alle Transportkosten bis zum Bestimmungsort und bezahlt die Kosten für die Exportabwicklung. Zusätzlich muss er auch die Kosten für die Transportversicherung übernehmen. Der Gefahrübergang auf den Importeur erfolgt bei Übergabe an den Frachtführer.

Clean payment
Definition: Im Zusammenhang mit Exportgeschäft

Im Zusammenhang mit dem Exportgeschäft wird der Begriff ?clean payment? in zwei Richtungen verwendet:

  • In Verbindung mit den ?reinen? Zahlungsinstrumenten Auslandsschecks und -überweisungen sowie -wechseln, die als sog. reine Zahlungsinstrumente in Kontrast stehen zu den ?dokumentären? Zahlungs- und Sicherungsinstrumenten wie Dokumenteninkassi und -akkreditive.
  • Im Zusammenhang mit Zahlungsbedingungen, die zur Zahlung mit ?reinen? Zahlungsinstrumenten führen, wie z. B. Voraus- und Anzahlungen, Lieferung gegen Rechnung.  
Clearing
Definition: Aufrechnung Forderungen

Hierunter wird der planmäßige, periodische Ausgleich von Forderungen und Gegenforderungen durch gegenseitige Aufrechnung verstanden. Clearing wurde ursprünglich nur am Geldmarkt zwischen Geschäftsbanken ihrerseits und der Zentralbank (Clearingstellen der Landeszentralbanken) praktiziert. In den letzten Jahren zeigte sich eine Entwicklung zum Industrie-Clearing ? d.h. kurzfristigen Geldgeschäften zwischen gewerblichen Unternehmen mit der Absicht eines Ausgleichs von Liquiditätsüberschüssen und -defiziten. Im internationalen Wertpapierhandel gehören z. B. zu den Clearingsysteme CEDEL und Euro-Clear

CMV
Akronym für: Computermissbrauchversicherung

Abkürzung für: Computermissbrauchversicherung 

Commercial Letter of Credit
Definition: Handelskreditbrief

Hierunter versteht man einen Handelskreditbrief als angloamerikanische Form des Dokumentenakkreditivs. Der Begünstigte wird zur Ziehung von Wechseln ermächtigt, deren Zahlung oder Akzeptierung durch das Geldinstitut garantiert wird.

Commercial Letter of Credit
Definition: Handelskreditbrief

Hierunter versteht man einen Handelskreditbrief als angloamerikanische Form des Dokumentenakkreditivs. Der Begünstigte wird zur Ziehung von Wechseln ermächtigt, deren Zahlung oder Akzeptierung durch das Geldinstitut garantiert wird.

Commodity Trade Finance (Handelsfinanzierung)
Definition: Transaktionsfinanzierung

Bei dieser Transaktionsfinanzierung wird zwischen der Handelsgesellschaft und dem Kreditinstitut ein Kreditrahmen vereinbart. Sicherheiten werden jeweils auf die zu finanzierende Transaktion abgestimmt. Bei der Risikobeurteilung werden sowohl die finanziellen Verhältnisse und die Bonität der Handelsgesellschaft als auch das Lieferanten/Performance-Risiko, das Waren- und Preisrisiko sowie das Käuferrisiko bewertet.

Computermissbrauchversicherung
Definition: Schutz gegen Vermögensschäden

Die Computermissbrauchversicherung ist eine Ergänzung zur Vertrauensschadenversicherung und heutzutage in vielen Vertrauensschadenpolicen "miteingebaut". Die Computermissbrauchversicherung bietet dem Versicherungsnehmer Schutz gegen Vermögensschäden, die ihm von eigenen Mitarbeitern oder durch Dritte, wie z.B. Fremdpersonal oder Hacker, zugefügt werden. Beispiele sind:

Veruntreuungsschäden, die durch Programmmanipulationen oder durch Unterdrücken, Verändern oder Einschieben von Datenträgern entstehen.

Vorsätzliche Schädigungen durch Löschen von Daten, Beschädigen, Zerstören oder Beiseiteschafen von Datenträgern, Programmen und Datenverarbeitungsanlagen.

Bei der Computermissbrauchversicherung werden dem Risiko entsprechend höhere Versicherungssummen zur Verfügung gestellt als bei der Vertrauensschadenversicherung.

Confidential Factoring
Definition: Factoring für Dritte nicht erkennbar

siehe: Stilles Factoring

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